Schritte um Mitternacht

Oskar kroch ein Schauer über den Rücken. Er war gerade aufgewacht. Mitten in der Nacht, wie es sich für ein ordentliches Gespenst gehörte. Etwas war anders als sonst. Da war ein Wispern und Kichern, wo man sonst nur Stille vernahm. Wer hatte sich da in die Bibliothek eingeschlichen. Am liebsten hätte Oskar sich ja wieder in seinen Schlafschrank verkrochen – aber ein Gespenst mit Angst – wo gibt’s denn so was. So hat er all seinen Mut zusammengenommen und ist in Richtung der Geräusche geschwebt. Die wurden im 1. Obergeschoss richtig laut. Oskar huschte auf die Galerie, von der man aufs 1. Obergeschoss herunterblicken kann.

8 Kinder und zwei Erwachsene wuselten dort herum. Oskar war fassungslos. Das könnt ihr am Tage machen, aber doch nicht mitten in der Nacht. Die können was erleben. Oskar begann, mit schleppenden Schritten über die Galerie zu schlurfen. Er schlurfte immer lauter. Unten waren die Kinder aufmerksam geworden. Jetzt lies Oskar noch Lichter über die Wände gleiten. Erschrockenes Aufatmen von unten lohnt es ihm, aber keines der Kinder gruselte sich genug (oder wollte sich nicht die Blöße geben), um schreiend aus der Bibliothek zu rennen. Oskar gab auf und zog sich in seinen Schlafschrank zurück.

In der nächsten Nacht begegnete Oskar – diesmal wieder in der Stille der Nacht – Eulalia. Die erzählte ihm, dass in der vorherigen Nacht die Bibliotheks-Gruselnacht für Kinder von 8 – 9 Jahren war.  Und zu Oskars Freude flüsterte Eulalia ihm noch zu, dass die Kinder doch sehr beeindruckt von seiner Gruselshow waren und sich  doch ganz schön gegruselt hatten.

 

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Ort: Stadtbibliothek Detmold, leeres 1. Obergeschoss

Zeit: Samstagabend, 23. Juni von 19.00-01.00 Uhr

Beteiligte Personen: 8 furchtlose Kinder im Alter von 8 – 9 Jahren                                           und 2 unerschrockene Mitarbeiterinnen

Zweck: Das Gruseln zu lernen

Mittel zum Zweck: Gespensterbowling, Gruselmemory, Basteln von Gruselmasken und Taschentuchgespenstern, Vorlesen und Erfinden von Gruselgeschichten

Stärkungsmitttel: Gruselschleim, Wurstfinger, Schaumkussgespenster, Gruselglibber und schielende Äpfel

 

 

 

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Wasser und Berge

Mein normales Umfeld ist immer so hügelig und deshalb hat es mich dieses Mal in den Norden von Deutschland gezogen, wo ich meinen Blick schweifen lassen konnte und den Horizont gesehen habe. Doch bevor ich ganz ans Meer geflogen bin, habe ich eine kleine Pause am Großen Segeberger See gemacht, der rein zufällig in Bad Segeberg liegt.Am großen See 12
Da saß ich also, ein bisschen außer Atem und erschöpft von dem Langstreckenflug und betrachtete das stille Wasser vor mir. Leider kam die Sonne nur alle paar Minuten mal hervor, aber es war trotzdem schön. Ich habe viele verschiedene Tiere gesehen und ich bin an einem komischen Monument vorbeigekommen. Da waren verschiedene Muster drauf, die aber alle Neue Freunde Ente 2nicht zusammengepasst hatten.  Also bin ich ein bisschen drumherum geflogen und als ich es dann von einer anderen Seite betrachtet hab, kam auch ein vernünftiges Bild heraus. Es zeigte einen Indianerkopf. Wahrscheinlich, weil in Bad Segeberg jedes Jahr die Karl-May-Spiele stattfinden. Diese werden im Kalkbergstadion aufgeführt und das wollte ich mir dann auch gleich angucken. Also das Stadion, nicht die Karl-May-Spiele. Der Weg dorthin war gar nicht so leicht und ich musste schon bei der ersten Steigung an zwei Wächtern vorbei. Sie taten so, als würden sie ganz entspannt auf dem Gras liegen, aber je näher ich kam, desto aufbrausender wurden sie. Also breitete ich meine, noch leicht erschöpften, Blick hinter die Kulissen 2Flügel aus und flog über sie hinweg. Erst an der nächsten Kurve landete ich wieder und entdeckte den Kleinen Segeberger See. Ein wenig versteckt, aber doch da. Nachdem ich den also eine Weile betrachtet hatte, ging es weiter den Kalkberg hinauf. Nach einer steilen Treppe entdeckte ich einen Brunnen, der im Berg drinne war. Da wollte ich auf keinen Fall reinfallen und nach einem kurzen Blick ging es weiter. Ich entdeckte den Schauplatz der Karl-May-Spiele und war auf einmal Denkt sie wäre eine Fledermaushinter den Kulissen und konnte sehen, wie das alles aufgebaut wurde.
Doch nicht nur die Karl-May-Spiele finden hier statt, in dem Kalkberg selber hausen eine Menge Fledermäuse, deswegen habe ich auch viele Informationen darüber auf dem Weg gesammelt. Dann war da auf einmal dieses Loch im Berg. Ich habe es angeguckt. Es hat mich angeguckt. Ich habe es wieder angeguckt und da war es auch schon geschehen. Jetzt war ich die Fledermaus in diesem Berg.
Dennoch war sehr anstrengend den Berg hochzukommen, deshalb legte ich eine kurze Pause ein und wurde auch direkt angesprochen, was ich denn hier tue. Also erzählte ich von meinen Vorhaben die Welt zu bereisen und die verschiedensten Orte zu entdecken.Blick vom Kalkberg 1
Nun musste ich nur noch eine Treppe hinauf und da war dann endlich die Spitze vom Eis … ähm Kalkberg. Die Aussicht war total schön und eine willkommene Abwechslung zu den ganzen Hügeln zu Hause. In der Mitte der Aussichtsplattform gab es eine Platte mit den Entfernungen zu den verschiedensten Orten und wäre es nicht so bewölkt gewesen, hätte ich sogar die Türme von Lübeck sehen können.
Also machte ich mich auf den Weg zurück zu meiner Gastfamilie. Ich genoss gerade die letzten Sonnenstrahlen, als ich im Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm.  Sie war geschmeidig. Sie war lautlos. Sie war zum Jagen. Angst stieg langsam in mir auf. Ich konnte mich nicht rühren. Der Atem kam näher. Etwas kitzelte mich im Nacken. Dann am Ohr. Ich rechnete bereits mit dem Schlimmsten. Doch es ging an mir vorbei und ich sah nur noch weiße Pfoten und orangefarbenes Fell. Es ließ sich nieder und guckte den Vögeln hinterher. Man klärte mich auf und berichtete, dass dieses Tier der Hauskater und sehr friedlich sei. Darum traute ich mich doch etwas näher heran und mir geschah tatsächlich nichts. So saß ich neben ihm und wir schauten gemeinsam nach draußen.Neuer Freund Kater 6