Das Märchen von den 3 Strahlenzwergen

Behütet

Es war einmal eine schnuckelige Bibliothek im lippischen Städtchen Detmold, die wurde renoviert. Etagen wurden leergeräumt, Löcher in die Wände gebohrt, Stromkabel freigelegt etc. Und nun begab es sich, das drei der dort arbeitenden Kolleginnen anfingen, sich vor evtl. auftretenden Strahlungen zu fürchten. Um dem zu entgehen, bastelten Sie sich Stromableitungshüte.

So fühlten Sie sich gut „behütet“ und zogen in die oberen Etagen, um die Strom-Ableiter zu testen. Doch zum Entsetzen aller zogen sie die Strahlen an. Diese rauschten ungefiltert vom Ende der hausgemachten Hauben direkt hinab in die überraschten Kollegen.

 

Verstrahlt

Im absoluten Strahlenrausch unsinnige Dinge tuend, waren die Kollegen jetzt allerdings nicht mehr für den vernünftigen Bibliotheks-Dienst zu gebrauchen. Nun spuken sie fröhlich kichernd durch die oberen Stockwerke und bringen den ein oder anderern Handwerker um den Verstand! Und wenn sie nicht zu Vernunft gekommen sind, dann …

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Eulalia „Holmes“ – Freiheit im Müll

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„Hey, was soll das?“

Haben die mich tatsächlich für kurze Zeit hinter Gitter gebracht! Zum Glück sind es keine Einbrecher! In ihrem Aufräum-Wahn haben mich die Kollegen und Ihre Helfer (daher die fremden Personen) einfach übersehen – und das Regalelement vor mich gestellt. Guck mal an, ich kann sogar an der Seite rausfliegen.

Die stellen hier ja alles um und tragen auch vieles heraus. Manches ist ja echt Gerümpel.

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Ob das mit dem Auf- und Wegräumen so seine Richtigkeit hat? Ich frag einfach mal unsere Chefin!

Fortsetzung folgt…

Eulalia „Holmes“ – The beginning

Die Stadtbibliothek hat drei Wochen geschlossen!

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(Dramatisches Video) ↓

 

Kann das mit rechten Dingen zugehen? Die liegen doch wohl nicht auf der faulen Haut?

Fragen, die einfach in mir aufbrodeln und denen ich unbedingt auf den Grund gehen muss.

Also heißt es für mich; raus aus dem bequemen Nest und rein in die Ermittlungsarbeit. Mopse noch schnell Opas Umhang, Mütze und Leselupe. Man braucht ja schließlich das richtige Outfit – zwecks mentaler Einfindung!

Ich glaube, ich weiß auch schon, wo ich anfangen muss. Da liegt doch so ein verdächtiges langes Etwas auf dem Boden. Wo führt das denn wohl hin? Fortsetzung folgt…

 

 

Wie wir die Leopoldstraße lahm legten

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Vielleicht nicht gerade wir selbst, aber mit einem kleinen Anruf …

Und das kam so:

An einem brüllend heißen Donnerstag Mittag im September des Jahres 2016 begab es sich, dass die Stadtbücherei Detmold für eine Brandschutzübung die Feuerwehr (die um die Übung wusste) alarmierte. Diese kam mit großem Tatütataa und drei Wagen vorgefahren. Mit zwei Wagen, die unsere gute Leopoldstraße für die Autos sperrten und einem Wagen, der mit ausgefahrener Leiter eine Personenrettung aus dem Dachgeschoss simulierte. Da war bei uns natürlich riesig was los.

Aber man sollte es nicht glauben, selbst bei einer Absperrung von der Feuerwehr versuchen doch immer noch vereinzelte Autofahrer 1. an der Sperre und 2. sogar noch an dem ausgefahrenen Leiterwagen, der mitten auf der Fahrbahn stand und weder rechts noch links Platz zum Fahren lies, vorbei zu fahren! Das klappte wenigstens nicht. Was wäre denn bei einem richtigen Notfall, wenn die brennenden Bröckchen so nett auf einen herniederprasseln? Drängeln wir uns dann auch ohne Rücksicht auf Verluste (vielleicht sogar der eigenen) an der Feuerwehr vorbei so nach dem Motto „Ach Entschuldigung, ich habs eilig, machen sie doch mal Platz“? Der da oben, fast verkokelt, hat doch noch ein bisschen Zeit, oder? (‚Schuldigung jetzt sind die Fünkchen mit mir losgebrannt).

Zurück zur eigentlichen Übung: Die lief sonst fix und reibungslos. Dank Aufklärung und Anweisungen der Feuerwehr wissen wir jetzt zumindest, wie wir uns verhalten sollen und wo unser Sammelplatz im Notfall ist!

Und wir kamen in den Genuss, unsere Feuerwehr mal „in Aktion“ zu sehen, ohne dass sich eine Katastrophe ereignet hat!

Danke an die Feuerwehr Detmold für die Infos und für die Aktion!

Begegnung mit einer „Grande Dame“

Wer durch diese Tür geht, betritt ihr Reich.

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Sie ist hier die Königin.

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 68 Jahre alt –  davon 67 Jahre als aktives Mitglied der Adlerwarte Berlebeck.
Sie ist fast 2 1/2 mal so alt, wie sie in „freier Wildbahn“ geworden wäre … und man merkt ihr das Alter kein bisschen an! Grandios, absolut unübertrefflich.
Sie hat schon diverse Betreuer verschlissen – und selbstverständlich hat sie auch ihren jetzigen voll im Griff!

Gauki, die afrikanische Schlangenadler(Gaukler)-Dame beherrscht die Szene.

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Unsere Eulalia wird von ihr kurz misstrauisch beäugt, aber dann als halbe Portion abgetan, d.h. ignoriert! (Was dieser auch ganz lieb ist – sie hatte einen Heidenrespekt vor der Adlerdame, ganz besonders vor ihrem Schnabel).
Der Rest von uns ist hin und weg. Wir reihen uns ein in den Kreis ihrer Bewunderer und bedanken uns beim Team der Adlerwarte ganz herzlich für diese atemberaubende Begegnung!
Ihr wollt Gauki mal „in Natura“ erleben?  Dann nix wie los – auf zur Adlerwarte!

 

Die Eule, der Friedhof und das Grillfest

Alle zwei Jahre veranstaltet die Stadt Detmold für ihre Mitarbeiter einen Betriebsausflug mit anschließender Feier. Eulalia war den ganzen Tag noch hibbeliger als sonst, da sie bald zu ihrem ersten Ausflug als städtischer Mitarbeiter aufbrechen würde. Gegen Mittag machte sie sich zusammen mit zwei Kolleginnen bei strahlendem Sonnenschein (einige nannten es auch gleißende Hitze) auf den Weg zum Ehrenhain an der Blomberger Straße (eine von acht Touren, aus denen man wählen konnte).

Auf diesem Ehrenfriedhof wird den Toten aus zwei Weltkriegen, sowie junger Detmolder Soldaten, die bei einem Manöver an der Weser umkamen, gedacht. Das Besondere an diesem Ehrenhain liegt jedoch an der regionalen Tragödie, die 1917 zu dessen Errichtung geführt hat: Am 31. Mai 1917 kam es zu einer verheerenden Explosion in einer Detmolder Munitionsfabrik, bei der 72 junge Frauen und Männer ihr Leben ließen. Das Ausmaß der Explosion war besonders dramatisch, weil keine der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen beachtet worden waren. Zur Rechenschaft für das Unglück wurde keiner gezogen. Vielmehr suchte man bereits ein paar Tage später in der Zeitung neue Arbeitskräfte, da die Produktion weitergehen musste (The Show must go on und so. Darüber mag man streiten…). Der Leiter der Fabrik übernahm dann später demonstrativ die Kosten für die Gedenkstätte, welche ein Jahr nach dem Explosionsunglück eingeweiht wurde.

Diese und viele andere, zum Teil sehr nachdenklich stimmende, Geschichten wusste der ehemalige Stadtarchivar Dr. Ruppert zu erzählen, der die Führung über den Friedhof geleitet hat. Selbst Eulalia wurde ganz still und flatterte bedächtig zwischen den großen Bäumen umher. Wer sich selber einmal einen Überblick über die Geschichte des Ehrenhains verschaffen möchte, findet HIER eine, von Dr. Ruppert verfasste, Darstellung.

Im Anschluss fand das Betriebsfest statt. Auch wenn man erst mit etwas gemischten Gefühlen die Gedenkstätte verlassen hat, kehrte doch die Fröhlichkeit bald wieder zurück, getreu Dr. Rupperts Motto: „Auch die Toten haben einmal gelebt und gelacht, also dürfen wir das auch.“ Eulalia fand sehr schnell zu ihrer alten, quirligen Form zurück und nervte uns ein wenig mit ihrer ständigen Frage, wann es etwas zu essen gäbe (nicht, dass uns nicht auch schon der Magen in den Kniekehlen gehangen hätte…). Natürlich ließ sie es sich auch nicht nehmen, mit ihrem obersten Chef, dem Detmolder Bürgermeister Herrn Heller, ein schönes, kühles Feierabendwasser zu trinken. Irgendwann waren wir dann tatsächlich alle satt und zufrieden (und unglaublich durchgeschwitzt) und haben uns auf den Weg zurück in unsere Nester gemacht.

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